Haarausfall durch Wohngifte

Hilfe und Tipps - 06.03.2012

Haarausfall vorbeugen

Die Ursachen für Haarausfall sind immens vielfältig und in der Praxis oft schwer greifbar. Eine mögliche Ursache bleibt häufig sehr lange unerkannt, nämlich die Giftstoffe in unserer Umgebung. Seit Beginn der Industrialisierung, nehmen Gifte in unserem Umfeld rasant zu.

Allen voran Wohngifte, also Giftstoffe die aus Baustoffen und Einrichtungsgegenständen ausgasen und sich oft lange Zeit unbemerkt im menschlichen Organismus anreichern. Von staatlicher Seite gibt es keinerlei Schutz gegen solche Stoffe.

Es existieren zwar Grenzwerte, die sind aber in der Regel auf einem Niveau festgelegt, das allenfalls vor akuten Schäden schützt. Langzeiteinwirkungen werden kaum oder gar nicht berücksichtigt, ebenso werden Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Giftstoffen so gut wie nicht erforscht.

So hat sich mittlerweile eine eigene Berufsgruppe, die der Baubiologen, herausgebildet, die sich Schwerpunktmäßig mit Wohngiften beschäftigt. Weitere Informationen dazu finden sich u.A. unter www.haus-bau-planung.de.

Ein ganz großes Thema unter den Wohngiften ist immer noch das Formaldehyd. Nicht nur dass es als krebsverdächtig eingestuft ist, es kann auch Allergien auslösen und Allergien auf andere Stoffe verstärken. Neben einer ganzen Reihe von Symptomen führt eine Schädigung durch Formaldehyd auch zu Haarausfall.

Trotz seiner Gefährlichkeit ist es in nahezu jeder Wohnung anzutreffen und gast speziell aus Klebstoffen, Spanplatten, Tapeten, Textilien, Lacken, Büchern, Zeitungen und Zigarettenrauch aus.

Zudem reagiert Formaldehyd sehr stark mit anderen Wohngiften, die Reaktionsprodukte und deren Wirkungen sind noch kaum erforscht. Es hat einen stechenden Geruch, Schädigungen beginnen aber weit unterhalb der Geruchsschwelle.

Pestizide sind neben dem Formaldehyd eine weitere sehr häufig anzutreffende Gruppe von Giften. Sie sind in Holzschutzmitteln enthalten, aber auch in Farben, Leder, Textilien, Teppichen und vielen Produkten die aus natürlichen Materialien bestehen.

Neben Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zu Organschäden können Pestizide auch den Haarausfall fördern oder verursachen.

Ebenfalls können dies die sog. Polychlorierten Biphenyle, die in Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Kunststoffen und Lacken enthalten sind. Speziell die Polychlorierten Biphenyle PCB verursachen Haarausfall.

Das waren nur einige der bekanntesten Beispiele von Wohngiften, die Haarausfall verursachen können. Es gibt vermutlich noch Hunderte davon, die meisten noch völlig unerforscht.